Achtsamkeit in schwierigen Zeiten – So kann diese alte Lehre dich und dein Business unterstützen

Apr 13, 2020 | Agentur

Aktuell häufen sich die Negativmeldungen – die Zahlen der Infizierten und Toten steigen weltweit. Überlastetes medizinisches Personal, bis über die Schmerzgrenze ausgelastete Krankenhäuser. Das öffentliche Leben steht mittlerweile so gut wie still – und das ist auch gut so, denn nur wenn wir zuhause bleiben, können wir die Ausbreitung stoppen und schützen so unsere Mitmenschen.

Bei vielen Selbstständigen mischt sich in die Sorge um unsere Mitmenschen in der heutigen Zeit auch noch die Sorge um das eigene Auskommen – wird das eigene Business den Umsatzeinbruch, den aktuell so gut wie jedes Unternehmen erleidet, überstehen? Wie geht es nach der Krise weiter? Auch diese Sorgen sind verständlich, aber dennoch ist es gerade jetzt wichtig, nicht in eine Schockstarre zu verfallen, sondern im Rahmen der aktuellen Gegebenheiten aktiv zu werden.

So kann Achtsamkeit dir und deinem Business jetzt helfen

Die Grundsätze der Achtsamkeit gehen auf die Lehren des Buddhismus auf das Jahr 563 v. Chr. zurück, sie haben aber keinesfalls an Bedeutung eingebüsst. Vielmehr ist eine Rückbesinnung in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Kurz zusammengefasst ist ein Mensch achtsam, wenn er vollkommen präsent und ohne Ablenkung von Gedankenströmen und Emotionen die gegenwärtige Verfassung seiner direkten Umwelt, seines Körpers oder auch seines Gemüts erfährt.

 

Diese fünf Tipps helfen dir, auch in der aktuell schwierigen Phase, dein Business auf Kurs zu halten.

Tipp 1:

Lasse dich nicht blind von der Panik mitreißen!

Alle Selbstständigen leiden aktuell unter der Ungewissheit der Lage, das ist völlig verständlich. Aber reflektiere einmal deine Vergangenheit – ist bei dir aus Angst jemals etwas Positives entstanden? Wahrscheinlich nicht, so geht es zumindest den meisten unserer Coachees. Das heißt aber nicht, dass du die Angst ignorieren sollst. Du sollst sie sogar bewusst wahrnehmen, aber nicht als Betroffener, sondern als neutraler Beobachter – wie das geht, erfährst du in unserem nächsten Tipp.

 

Tipp 2

Spüre deine Emotionen ohne dich mit ihnen zu identifizieren!

Hier kann eine kleine Meditation helfen, die du sogar am Schreibtisch durchführen kannst. 

Schließe für einen Moment die Augen, platziere deine Hände bequem auf deinen Knien und beginne einfach nur deinen Atem zu beobachten. Spüre ganz bewusst, wie deine Einatmung wie eine Welle, ganz von selber entsteht. Nimm die kleine Pause wahr, die automatisch am Ende der Einatmung eintritt. Und dann spüre, wie die Ausatmung ganz von selber kommt, ganz ohne dein Zutun. Ohne deine Kontrolle. Beobachte so deine Atmung für die nächsten paar Atemzüge. 

Und dann wende langsam deine Aufmerksamkeit deinen Sorgen und Ängsten zu. Lasse sie ganz automatisch aufkommen und beobachte sie. Stelle dir vor, dass du von ihnen gar nicht beeinflusst wirst. Sie kommen und gehen genau wie dein Atem in Wellen.

Wo kannst du deine Ängste körperlich spüren? 

Sobald körperliche Empfindungen aufkommen, tauche in sie hinein. Analysiere sie bis ins kleinste Detail, wie ein Forscher. Wie kannst du diese aufkommenden Empfindungen beschreiben?

Bleiben die Empfindungen konstant oder verändern sie sich im Verlauf deiner Betrachtungen?

Erzwinge keine Empfindungen, aber wenn etwas aufkommt, gib ihm Raum sich zu entfalten.

Verbleibe in dieser Betrachtung für die nächsten Minuten und kehre dann langsam wieder zurück zu deiner Atmung, bevor du die Augen langsam wieder öffnest.

 

Tipp 3

Kalkuliere die Folgen der aktuellen Krise für dein Business!

Nachdem du deinen Ängsten auf emotionaler und körperlicher Ebene Raum geschenkt hast, geht es nun um die Entwicklung eines Notfallplans – denn es ist wichtig, auch die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Krise nicht außer Acht zu lassen. Was ist aktuell dein größtes Problem? Sind es die ausbleibenden Aufträge? Oder die fehlende Möglichkeit deine Leistung anzubieten, da die Läden geschlossen sind? Ganz gleich was es ist, schreibe dein größtes Problem inklusive deines persönlichen Worst-Case-Szenarios auf. Was kann schlimmstenfalls passieren? Überarbeite nun auf Basis dieses Worst-Case-Szenarios deine Finanzplanungen für die nächsten Monate. Wo musst du Umsätze korrigieren? Welche Ausgaben kannst du verringern? Wo kannst du eventuelle Umsatzausfälle durch die Erschließung neuer Geschäftsmodelle korrigieren und ausgleichen? 

 

Tipp 4

Mache dir einen Masterplan!

Nachdem du deine Planungen an dein persönliches Worst-Case-Szenario angepasst hast, ziehe deine Konsequenzen daraus. Liste alle Handlungsfelder auf, die sich aufgrund der geänderten Lage bei dir auftun und dann – ganz wichtig – priorisiere. Ein Grundsatz von Mindful Business ist der Fokus auf das Wesentliche. Welche Tätigkeiten haben aktuell den größten Einfluss auf dein Business? Diese solltest du höher priorisieren. Erstelle dir hier einen klaren Zeitplan und teile deine Tasks in Unteraufgaben ein, um dich von dieser Flut an neuen Aufgaben nicht überwältigen zu lassen.

 

Tipp 5

Komme ins Handeln!

Das ist ein unglaublich wichtiger Schritt, denn oft verfallen wir in unkalkulierbaren Situationen in eine Schockstarre, aus der wir erst wieder «auftauen», wenn schon viel wertvolle Zeit verstrichen ist. Deswegen ist es umso wichtiger, direkt mit den ersten Schritten aus deinem Masterplan zu starten und dich dann Schritt für Schritt voran zuarbeiten. Wann immer die Angst dich überkommt, kehre zurück zu Schritt 2, beobachte sie in einer kurzen Meditation, schenke ihr Raum – bevor du dann wieder aktiv wirst.

Gönne dir aber gerade in dieser emotional aufrührenden Zeit genug Zeit für Pausen. Deine Gesundheit und die deiner Mitmenschen sollte an höchster Stelle stehen!

Du willst mehr Achtsamkeit in deinen Arbeitsalltag integrieren? In unserer Mindful Business Facebook-Gruppe bieten wir kostenlose Tools und Tipps für deinen Arbeitsalltag an. Außerdem kannst du dich hier intensiv mit Gleichgesinnten austauschen und vernetzen.

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