Die Bedeutung von Achtsamkeit für dein Unternehmen

Apr 1, 2020 | Mindful Business

Der Begriff „Achtsamkeit“ ist aktuell in aller Munde. Gibst du den Begriff bei Google ein, erhältst du mehr als 8,4 Mio. Suchergebnisse. Dies zeigt das zunehmende Interesse an dem Thema „Achtsamkeit“.

Zunächst stellst du dir vielleicht die Frage: „Was ist Achtsamkeit denn eigentlich?“

Unter Achtsamkeit (aus dem Englischen auch als „Mindfulness“ bekannt) versteht man völlig im Hier und Jetzt zu sein und zwar nicht nur, dass man körperlich anwesend ist, sondern auch mental. Es geht darum, den Moment zu achten, ohne ihn zu bewerten. Genau das ist für viele Menschen im Beruf, egal ob Selbstständiger oder Angestellter, äußerst schwer, da sie sie eher über zukünftige To Dos oder vergangene Meetings grübeln, anstatt den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen.

In Privatleben und Freizeit findet das Thema Achtsamkeit, sei es durch Yoga und Mediation oder durch spezielle Angebote und Coachings mehr und mehr Anklang, aber gerade in deinem Arbeitsalltag kann dir die Anwendung von Achtsamkeit einen entscheidenden Mehrwert bieten. Die Vorteile von Achtsamkeit im Business sind unter anderem das Treffen von klareren Entscheidungen, das Richten des eigenen Fokus auf die wesentlichen Themen und die Reduktion von sinnlosem Stress.

Woher kommt Achtsamkeit überhaupt und welche Rolle spielt sie im Alltag und bei der Arbeit?

Ursprünglich kommt Achtsamkeit aus dem Buddhismus, wo besonders die Meditation eine große Rolle spielt.

In der westlichen Welt wurde Achtsamkeit durch den Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn bekannt. Er entwickelte Ende der 1970-er Jahre ein medizinisches Achtsamkeitstraining, das sogenannte MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressreduktion durch Achtsamkeit) Programm. Durch dieses Training soll Stress mit Hilfe von Achtsamkeit reduziert werden. Zu Beginn wurde dieses Programm bei chronisch kranken Menschen eingesetzt und konnte hier überwältigende Ergebnisse erzielen. Mehrere Studien bestätigen mittlerweile, dass Achtsamkeit die Lebensqualität bei vielen Patienten mit körperlichen Beschwerden steigern kann. Auch wenn die Beschwerden selbst nicht abnehmen, quälen sie weniger.

Inzwischen findet Achtsamkeit auch bei Medizinern und Psychologen auf Grund ihrer positiven Auswirkung großen Anklang und wird in Kliniken inzwischen angewandt, da Achtsamkeit besonders bei Stress und Burnout hilfreich ist.

Laut dem BKK Gesundheitsreport gehen Krankenstände an sich in den letzten Jahren zurück, bei den psychischen Krankheiten sieht es jedoch ganz anders aus. „Hier stieg die Anzahl der Krankenstände in den vergangenen 39 Jahren von 2 Prozent auf 14,7 Prozent.

Die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibung bzw. Arbeitsunfähigkeit. (BKK Gesundheitsreport 2015, S. 247)

2013 hat ein Team aus Forscherinnen von der Universität von Maastricht um Psychologin Ute Hülsheger erforscht, welche Auswirkungen Achtsamkeit in Berufen mit viel Kundenkontakt hat. Die Ergebnisse wurde damals in der «Journal of Applied Psychology» veröffentlicht.

Die Forscherinnen fanden heraus, dass Achtsamkeit bei der täglichen Arbeit hilft, denn wer im Alltag achtsam war, fühlte sich insgesamt zufriedener und weniger erschöpft.

Die Ergebnisse beruhen auf zwei Studien:

  1. Natürliche Achtsamkeit

219 Krankenschwestern, Lehrern, Personalmanagern, Verkäufern und Sozialarbeitern bekamen ein Tagebuch, in dem sie fünf Tage, je zwei Mal täglich ihre Achtsamkeit notieren sollten.

  • Überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal, wie etwa: „Ich habe schnell gegessen, ohne viel davon zu schmecken.“
  • Veränderlicher Zustand: „Heute fiel es mir sehr schwer mich auf meine Aufgaben bei der Arbeit zu konzentrieren.“

Zudem wurde während der Studie der emotionale Zustand der Teilnehmer erfasst.

  1. Trainierte Achtsamkeit

64 Angestellte aus Berufen mit häufigem Kundenkontakt bekamen ein Selbsttraining zur Achtsamkeit mit fünf enthaltenen Übungen und sollten täglich in ihr Tagebuch notieren, wie sie sich fühlten, wie oft sie trainierten und ob sie mit ihrem Job zufrieden waren.

Beide Studien ergaben folgendes: Je achtsamer die Teilnehmer waren, desto zufriedener und weniger erschöpft waren die Teilnehmer. Zusätzlich konnte die Arbeitsproduktivität gesteigert werden. Es wird folglich deutlich, wie überholt die leider aktuell in der Wirtschaft noch gelebte Einstellung ist, dass ein Mehr an Arbeit ein Zeichen von Erfolg ist. Auch die Prämisse des Multitaskings wird leider in der aktuellen Zeit noch sehr häufig angewandt. Dabei zeigen die hier dargestellten Studienergebnisse deutlich, dass nur ein Mehr an Achtsamkeit und der Fokus auf die wirklich relevanten Aufgaben langfristig zu mehr Erfolg und Zufriedenheit führen kann.

Daraus lässt sich ganz klar folgern: Ein paar Minuten Achtsamkeit pro Tag, können nicht nur das Stresslevel senken, sondern auch deine Produktivität auf gesunder Art und Weise steigern und dein Unternehmen voran bringen.

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